Lärm vs. Gesundheit

„Die Auswirkungen und Folgen des Straßenverkehrslärms auf den Menschen und sein Wohlbefinden werden teilweise unterschätzt. Ein „Gewöhnen“ an Lärm ist nur scheinbar, weil man die Ursache kennt. Das körpereigene Abwehrsystem muss gleichwohl reagieren und den Stress abbauen. Zwar schädigt Straßenverkehrslärm allein nicht das Gehör, epidemiologische Studien zeigen aber, dass bei Geräuschbelastungen durch Straßenverkehr, die tagsüber dauerhaft oberhalb 65 dB(A) liegen, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen befürchtet werden muss.

Eine gravierende Auswirkung ist die Beeinträchtigung und Störung des Schlafes. Von der Schlafgüte hängen Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit jedes Menschen entscheidend ab. Besonders ungünstig sind dabei, neben dem allgemeinen Geräuschpegel, laute, wegen des hohen Informationsgehaltes auffällige Einzelgeräusche. Insbesondere während der Nachtzeit.

Verkehrslärm verursacht Nervosität, Konzentrationsmangel bis hin zu Kopfschmerzen. Er beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit, die Erholung und Entspannung in der Wohnung oder im Freien und die Kommunikation. Distress, schlechte Laune, Gereiztheit, Nervosität, Aggressivität sowie erhöhter Medikamentenkonsum sind die Folge. Wenn Telefongespräche, Radio- und Fernsehsendungen durch Straßenverkehrslärm unverständlich werden, empfinden dies die Menschen als besonders ärgerlich. Auch soziale Veränderungen werden beobachtet. Zum Beispiel ist Lärm einer der wichtigsten Gründe für den Umzug ins Umland. In verlärmten Situationen nimmt zum Teil die Hilfsbereitschaft ab. Verkehrslärm behindert darüber hinaus das Lernen und die Sprachentwicklung der Kinder.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Akustik, ALD Heft 1 – 2010″

Quelle: http://www.bv-elbtal.de/index.php/laerm-macht-krank

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